Der Gewinn des legendären Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau im Jahre 2002 bedeutete für den Cellisten Johannes Moser den Beginn einer internationalen Spitzenkarriere. Seit diesem Erfolg konzertierte er in Deutschland mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der NDR Radiophilharmonie Hannover, den Münchner Philharmonikern, dem DSO und Konzerthausorchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, den Orchestern des SWR und dem Museums-Orchester in der Alten Oper Frankfurt, sowie international mit Klangkörpern wie dem London Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic, dem Cleveland Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Loren Maazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Christian Thielemann, Paavo Järvi und Neeme Järvi, Valery Gergiev und Franz Welser-Möst. Sein erfolgreiches Debüt in Amerika gab der junge Cellist 2005 beim Chicago Symphony Orchestra unter Pierre Boulez.

In der kommenden Saison werden weitere Debüts folgen: mit dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Metropolitan Orchestra sowie den Orchestern in St. Louis, Seattle, Toronto, Liverpool, Granada, Belgrad, Essen und Sao Paulo. Schon zum dritten Mal wird er beim Los Angeles Philharmonic Orchestra zu Gast sein, diesmal unter der Leitung von Herbert Blomstedt. Außerdem gastiert er erneut bei den Festivals in Schleswig-Holstein und im Rheingau. Im September 2009 spielt Johannes Moser erstmals mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam unter der Leitung von Mariss Jansons.

Johannes Moser ist aber auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker: diesbezügliches Highlight der vergangenen Saison war eine Triotournee zusammen mit der Geigerin Midori und dem Pianisten Jonathan Biss, die ihn in die Wigmore Hall und zu mehreren europäischen Sommerfestivals führte. Darüber hinaus gibt er mit dem Pianisten Paul Rivinius regelmäßig viel beachtete Rezitale; dabei legt Johannes Moser großen Wert auf durchdachte und manchmal ungewöhnliche Konzert- und CD-Programmkonzeptionen und versteht es immer wieder, beliebte Meisterwerke mit unbekannteren Stücken aus Vergangenheit und Gegenwart zu kombinieren. Dabei gibt ihm nicht nur der Erfolg bei Publikum und Presse Recht, sondern auch seine beiden “ECHO Klassik”-Preise: im Jahr 2007 noch in der Sparte “Nachwuchskünstler des Jahres” für seine Einspielung der Sonaten von Dimitri Schostakowitsch, Moisey Weinberg und Boris Tschaikowski ausgezeichnet, wird er in diesem Jahr als “Interpret des Jahres” für seine Einspielung “Brahms and his contemporaries Vol. 1″ gekürt. Seine aktuelle CD mit allen Werken für Cello und Orchester von Camille Saint-Saens ist soeben im Handel erschienen.

Auch neue und neueste Musik gehört zu seinen Passionen: So spielte er in der vergangenen Saison die deutsche Erstaufführung von Elliott Carters Cellokonzert, die Uraufführung von Christian Josts Klaviertrio sowie das Cellokonzert D-Dur von Schönberg/Monn, welches auch auf CD erscheinen wird. Klangexperimente auf seinem elektrischen Cello gehören ebenso zu seinen Interessen wie musikhistorische Aufführungspraxis.

Dabei sieht er seine Aufgabe nicht allein als Interpret, sondern auch als Vermittler und Botschafter der klassischen Musik: sein Engagement reicht von Schulbesuchen über Publikumsgespräche bis hin zu Konzerteinführungen und Meisterkursen.

Johannes Moser, geboren 1979 in München als Sohn einer angesehenen Musikerfamilie, begann mit seinem Studium bei Professor David Geringas an der Musikhochschule “Hanns Eisler” in Berlin, das er 2005 mit Auszeichnung abschloss. Bereits während des Studiums errang er erste Preise beim “Internationalen Karl Davidoff Wettbewerb 2000″ in Riga und beim “Mendelssohn-Wettbewerb Berlin 2001″, außerdem wurde ihm der Förderpreis des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2001 zugesprochen.